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Zivilschutz und Lawinenkommissionen
Das Katastrophenschutz- bzw. Zivilschutzsystem ist das koordinierte Zusammenspiel von Strukturen und Fachkompetenzen, die darauf ausgerichtet sind, Notfallsituationen zu verhindern, zu bewältigen und zu überwinden, welche die Sicherheit von Menschen, Sachwerten und Umwelt gefährden. Es wirkt durch Risikoprognose, Prävention und Schadensminderung, Schutzmaßnahmen, Einsatzmanagement sowie die Bewältigung von Notlagen und bezieht dabei öffentliche Institutionen, Einsatzkräfte, Freiwillige und Bürgerinnen und Bürger ein.
Innerhalb dieses Systems spielen Lawinenkommissionen in Gebirgsregionen mit erhöhtem Lawinenrisiko eine zentrale Rolle. Sie bestehen aus Fachleuten und technischen Experten, aber auch aus ortskundigen Personen, die das Gelände sowie die vorherrschenden lokalen (Wetter‑)Bedingungen genau kennen und daher über wertvolle Erfahrung im Umgang mit den spezifischen Herausforderungen verfügen. Die Kommissionen beurteilen das Risiko auf lokaler Ebene und unterstützen Entscheidungsträger bei der Festlegung geeigneter Maßnahmen, etwa bei Straßensperren oder Evakuierungen. Lawinenkommissionen betreiben somit Lawinenrisikomanagement, mit dem Ziel, Schäden und mögliche Opfer zu verhindern und die Exposition und Vulnerabilität der Bevölkerung zu reduzieren
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Das Konzept des Risikos
Risiko = Gefährdung x Verwundbarkeit x Exposition
Um diese Zusammenhänge besser zu veranschaulichen, kann ein Diagramm der Risikokomponenten erstellt werden:
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Die Risikokomponenten im Lawinenkontext
Durch Siedlungen, diverse Infrastrukturen und verschiedene wirtschaftliche Aktivitäten prägt der Mensch den Alpenraum wesentlich. In diesem Kontext ist es entscheidend, eine klare Unterscheidung zwischen Risiko und Gefährdung (als Risikokomponente) einerseits und Gefahr andererseits zu treffen.
Gefährdung
Eine Gefährdung hat das Potenzial, einen Schaden zu verursachen; diese besteht unabhängig davon, ob ein Schaden eintritt oder nicht. Im Hinblick auf Lawinen könnte dies beispielsweise ein steiler Berghang sein.
Gefahr
Gefahr ist der Zustand, wo ein Schaden unmittelbar bevorsteht. Eine Gefahr ist unmittelbarer als eine Gefährdung. Lawinengefahr ist somit in diesem Sinne die Realisierung der Lawinengefährdung – etwa dann, wenn ein steiler Berghang mit einer kritischen Schneemenge belastet ist und ein Lawinenabgang möglich wird.